Ein paar ruhigere Tage auf Teneriffa geben mir endlich Gelegenheit einmal etwas über mein Equipment zu schreiben.
StarBoards Flagship-Range 2009 ... the KODE
Ich konnte das Brett in den verschiedensten Größen am Neusiedlersee, in Südafrika und Teneriffa, bei allen möglichen Bedingungen testen.Die Kodes "einfach so" als Freestyle-Wave Boards einzuordnen trifft den Charakter der Bretter nicht ganz.
Die Kode-Modelle sind abhängig vom Volumen für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert.
Während die kleineren Größen eher als Waveboards ausgelegt wurden (die aber auch im Flachwasser bei Starkwind ausgezeichnet funktionieren) und hier dem legendären Acid nachfolgen sollen, haben die größeren Modelle auch ganz hervorragende Freeride-Eigenschaften zu bieten.
Am meisten hat mich fasziniert, dass man die Boards sowohl durch weite Halsen carven, als auch beinhart reinsteigen und ganz enge Hacken schlagen kann. Für meine Old-School Manöver ist das ideal.
Gleichzeitig kommt der Kode auch bei einem eher passiven Fahrer wie mir :-) sehr gut ins Gleiten.
Vom Speed auf Flachwasser her schlagen die Kodes jedes Freestyle-Board, das ich bisher gefahren habe, gegen einen Futura oder ein ähnliches reinrassiges Freeride-Slalom-Board muss man aber schon kleine Abstriche machen.
Was Freestyle betrifft, so hat mir Franky gezeigt, dass es kein Freestyle-Manöver gibt, das ich jemals üben könnte und das auf den Kodes nicht funktioniert.
Das Fahrverhalten kann ich allgemein als sportlichen Hauspotschn(*) beschreiben :-)
(*Hauspotschn = draufsteigen und wohlfühlen)
Eigentlich dachte ich, dass der 102er mein Favorit für 2009 werden wird, aber nun ist der 94er mein absoluter Liebling. Dank seiner Breite hab ich bei unteren 4 Windstärken mit dem 5,7er Blade trotz meiner 90kg keinerlei Probleme ins Gleiten zu kommen. Wenn man einmal im Gleiten ist, profitiert man natürlich vom geringeren Volumen. In Cabezo bei nicht ganz so viel Wind und Welle geht er willig in die Turns und rettet jeden "Schwachwindtag".
Gleichzeitig war der 94er im Herbst am Neusiedlersee bei guten 7 Bft. mit dem 5,0er Blade und der 240er Finne (statt der 280er Serienfinne) problemlos zu kontrollieren und hat auch da richtig Spaß gemacht .
Beim 102er sollte man die Schlaufen dann schon auf die Aussenpositionen montieren um ihn voll ausfahren zu können. Der kommt natürlich noch früher ins Gleiten wie der kleinere Bruder, man kann ihn aber dann bei sehr viel Wind nicht so gut kontrollieren.
Generell muss man bei der neuen Brett-Generation mehr auf die Breite als auf das tatsächliche Volumen schauen. Ich hätte nie gedacht, dass einmal ein 94-Liter Brett mein "Großes" sein würde. Genauso hätte ich nie gedacht, dass ich mich auf einem 75 Liter Board halbwegs vernünftig in der Welle bewegen würde ... aber das ist eine andere Geschichte :-)
Alles in Allem ist der Kode für mich das ideale Brett für den Neusiedlersee - sowohl für die eingefleischten Heizer als auch für Manöver-Freaks und Freestyle-Aspiranten - und man kann Ihn getrost in den Urlaub ans Meer mitnehmen. Man wird damit überall seinen Spaß haben.
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